Die fünf Faktoren des Best Match


Wann sind die Suchenden mit ihrer Entscheidung zufrieden? Welche Aspekte sind bei der Suche und während des Entscheidungsprozesses besonders wichtig? Ausgehend von der Grundüberlegung, dass der Best Match die optimale Zusammenführung einer Nachfrage und eines entsprechenden Angebots darstellt, lassen sich auf der Basis der Studienergebnisse fünf Faktoren definieren:

  1. Vorbereitung
  2. Einfachheit
  3. Transparenz
  4. Zeit
  5. Beratung

Vorbereitung

Was will ich? Wie soll die Immobilie, der Job oder das Finanzprodukt aussehen? Die Studie zeigt: Je konkreter die Vorstellung im Vorfeld von dem entsprechenden Objekt ist, desto größer ist die Zufriedenheit mit der Entscheidung. Fast 90% der befragten Personen, die angeben, mit ihrer Entscheidung zufrieden zu sein, wissen vorher genau, was sie wollen. Am „unzufriedensten“ zeigen sich diejenigen, die noch gar keine Vorstellung von ihrem Best Match haben. Und: Auch wenn die Anzahl der geprüften Objekte im Großen und Ganzen keinen wesentlichen Einfluss auf die Zufriedenheit hat, müssen die glücklichsten Finder nur wenige Angebote begutachten.

Fazit: Wer weiß, was er will, hat am Ende mehr davon. Die damit einhergehende Eingrenzung auf wenige in Frage kommende Produktmerkmale kann ebenfalls die Zufriedenheit mit der Entscheidung erhöhen. Als Schlüssel zum Erfolg können hier die Kenntnis und Nutzung der relevanten Suchkanäle und die Eingrenzung der Suchkriterien angesehen werden.

Einfachheit

Je einfacher die Suche, desto glücklicher sind die Deutschen mit der Entscheidung. Über 90% der Befragten, die die Suche als leicht empfinden, sind am Ende zufrieden, 15 Prozentpunkte über dem Anteil der Befragten, die den Suchprozess als eher schwer beurteilen. Die Gründe, warum die Suche als schwer angesehen wird, sind vielfältig. Während 53,4% der Befragten das Angebot bei der Jobsuche als zu gering bewerten, stört die meisten beim Thema Geldanlage (50,2%) und Versicherung (57,7%) das zu große Angebot. Beim Thema Auto und Immobilie wird von 45,7% bzw. 62,4% der Preis als maßgeblicher Grund angegeben. Vor allem der Faktor Zeit macht den Partnersuchenden die Suche nicht so einfach. Als große Hilfe wird das Internet angesehen. So glaubt die Mehrheit der Befragten, dass die Suche durch das Internet zunehmend einfacher wird, vor allem im Fall von Autos, Immobilien und Versicherungen.

Fazit: Beschwerliches Suchen hat unterschiedliche Ursachen. Damit die Entscheidungsfindung dennoch einfach und effizient wird, müssen Marktplätze für eine leichte Handhabung, z.B. durch intuitiv nutzbare Wegweiserfunktionen, und den nötigen Überblick sorgen. Für Anbieter heißt das: Angebote so gestalten, dass für Kunden eine optimale Einschätzung möglich ist.

Transparenz

Fehlende, ungenaue oder unübersichtliche Informationen – der Nervfaktor Nummer eins, wenn es darum geht, eine wichtige Entscheidung zu treffen. Als besonders störend wird dies bei der Suche nach einem Job, einer Immobilie oder einer Versicherung empfunden. Gerade hier kommt es also auf eine klare Informationsvermittlung an. Gleichzeitig bietet das Internet für drei Viertel der deutschen Internetnutzer jedoch einen guten Überblick über bestehende Angebote, vor allem bei den Themen Auto (78,8%), Immobilien (76,8%) und Versicherungen (76,3%).

Fazit: Ein umfassendes Angebot wird von den meisten Suchern durchaus geschätzt. Damit Kunden den Durchblick er- bzw. behalten, müssen Plattformbetreiber und Anbieter eine objektive Vergleichbarkeit gewährleisten. Hierzu gehört unter anderem auch, „unwichtige“ Features eines Produkts wegzulassen und sich auf die wesentlichen Informationen zu konzentrieren.

Zeit

Gut Ding will Weile haben – ein Blick auf die Ergebnisse der Studie zeigt, dass diese Aussage nur bedingt stimmt. Denn auch die Dauer der Suche hat Einfluss auf die Zufriedenheit mit der dann getroffenen Entscheidung. So sind mit 84% die Deutschen am zufriedensten, die nur einen Tag suchen. Mit zunehmender Suchdauer nimmt die Zufriedenheit jedoch ab. Insgesamt haben die Deutschen über 18 Jahre im vergangenen Jahr 6,7 Milliarden Stunden mit der Suche nach mindestens einem Auto, Job, Partner oder einer Immobilie, Geldanlage oder Versicherung verbracht. Das entspricht einer Suchdauer von 98 Stunden pro Person. Reine Onliner benötigen deutlich weniger Zeit als die Offliner. Beispielsweise ist die Zahl der Onliner, die weniger als einen Tag suchen und finden, 12 Prozentpunkte höher als die der Offliner. Dass Suchen im Allgemeinen als zeitintensiv empfunden wird, belegt die lange Dauer, die die deutschen Internetnutzer für ihre Recherche einplanen. Aber die „Finder“ werden positiv überrascht, denn online benötigen sie weit weniger Zeit als befürchtet: Partner (17 benötigt vs. 25 Wochen geplant), Job (10 vs. 12 Wochen), Immobilie (9 vs. 15 Wochen), Auto (3,5 vs. 6 Wochen), Geldanlage (2 vs. 3 Wochen) und Versicherung (1 vs. 2 Wochen).

Fazit: Je schneller, desto besser; zumindest, was die Suche nach einer Versicherung oder Geldanlage betrifft. Bei den Themen Partnerschaft, Auto und Immobilien lassen sich die Deutschen gerne durch Tipps und Angebote inspirieren.

Beratung

Die Umfrage zeigt: Personen, die jemanden um Rat gefragt haben, sind mit der Entscheidung zufriedener als Finder, die allein auf die Suche gegangen sind (91,4% vs. 85,8%). (Ehe-)Partner und Freunde stellen dabei die wichtigsten Begleiter bei der Suche dar. Ausnahme: Bei der Job- und Partnersuche lassen sich die meisten nicht gerne hineinreden. Auch wenn laut Studie der Bedarf an professioneller Beratung im Allgemeinen nicht sehr ausgeprägt ist, wünschten sich 37% der deutschen Befragten beim Thema Versicherung mehr Unterstützung und Hilfe.

Fazit: Wenn es um Versicherungen oder Finanzfragen geht, besteht in Deutschland ein erhöhter Bedarf an professioneller Beratung und Hilfe. Für Anbieter wie Plattformbetreiber ein klares Zeichen, sich noch mehr an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren und eine objektive Vergleichbarkeit der Produkte zu ermöglichen.